In die Entspannung kommen
Bevor es an die Übungen selbst geht, sollten Sie sich zuerst in eine angenehme, aufrechte Haltung bringen. Werden Sie sich über Ihren eigenen Atem bewusst, spüren Sie, wie sich der Bauch und die Brust bewegen. Oft bringt schon dieses simple, achtsame Atmen eine spürbare Verbesserung.1
Unsere Atmung läuft nämlich meistens ganz unbewusst ab – mal mehr über die Brust, mal mehr über den Bauch. Und im Idealfall überwiegt die Bauchatmung. Doch Stress, Anstrengungen, enge Kleidung oder eine Schwangerschaft können dieses Gleichgewicht schnell Richtung Brust verschieben. Die gute Nachricht: Bauchatmung lässt sich trainieren.2
Der physiologische Seufzer
Mit dem schönen Namen „physiologischer Seufzer“ kommt Hilfe bei akutem Stressgefühl: zweimal kurz hintereinander durch die Nase einatmen, bis die Lunge wirklich voll ist, dann die Luft langsam und kontrolliert durch den Mund wieder ausströmen lassen. Zwei, drei Wiederholungen reichen meist aus, um spürbar zu entspannen.1
Die 4711 Atmung
Laut Thomas Loew, Professor für Psychosomatik aus Regensburg, wirkt sich eine entschleunigte Atmung positiv auf Herzfrequenz und Hirnaktivität aus: Einfach vier Sekunden einatmen, den Atem kurz halten und dann sieben Sekunden ausatmen – diesen Rhythmus elf Minuten lang wiederholen. Diese Atemübung kann die Entspannung fördern, die Herzfrequenz senken und den Köroer zur Ruhe kommen kassen.3
Warum lohnt sich das Üben?
Gesunde Lungen arbeiten ganz selbstverständlich – Atemübungen können aber aktiv dazu beitragen, die Atmung effizienter zu gestalten und den Körper bewusst zu entspannen.4 So fällt das Durchatmen auch an heißen Sommertagen bestenfalls ein bisschen leichter.