Allergene aus der Umwelt
Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern gehören zu den bekanntesten Auslösern von allergischem Asthma. An Tagen mit hoher Pollenbelastung lohnt es sich deshalb, Aufenthalte im Freien zu reduzieren und die täglichen Pollenmeldungen zu verfolgen. Hausstaubmilben sind ein weiterer häufiger Auslöser. Sie lassen sich im Haushalt gezielt reduzieren: durch regelmäßiges Waschen der Bettwäsche, allergendichte Matratzenbezüge und das Vermeiden von Teppichen in Schlaf- und Aufenthaltsräumen.2,3
Schimmelpilzsporen entstehen dort, wo Feuchtigkeit herrscht. Eine einfache Gegenmaßnahme: nach dem Duschen lüften oder einen Entfeuchter verwenden. Tierhaare, Speichel und Hautschuppen von Haustieren können ebenfalls Asthmasymptome auslösen. Tiere sollten somit zumindest nicht Schlafzimmer sein und es ist ratsam, regelmäßig Staub zu wischen.2,3
Schädliche Substanzen in der Luft
Tabakrauch – ob aktiv oder passiv – belastet empfindliche Atemwege besonders stark. Auch Rauch aus Kaminen, beim Grillen oder durch offenes Feuer sollte möglichst gemieden werden. Aber auch starke Gerüche von Parfüms, Haarspray, Duftraumsprays oder Reinigungsmitteln können einen Anfall auslösen. Somit lohnt es sich, auf geruchsneutrale Produkte umzustellen.
Zudem sind Luftverschmutzung und hohe Ozonwerte ein Risiko – besonders für Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen. Helfen kann ein Blick auf den aktuellen Luftqualitätsindex vor geplanten Aktivitäten im Freien.3,4
Infekte und Erkrankungen
Eine häufige Ursache für Asthmaanfälle sind außderdem Atemwegsinfektionen wie Erkältungen oder eine Grippe. Besonders in der Kältesaison sind daher regelmäßiges Händewaschen, Abstand zu erkrankten Personen und eine jährliche Grippeimpfung einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahmen.1
Wetter und Umgebung
Kalte und trockene Luft reizt direkt die Atemwege. An kühlen Tagen hilft es, einen Schal vor Mund und Nase zu wickeln, um die eingeatmete Luft etwas vorzuwärmen. Aber auch plötzliche Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit und Gewitter können Symptome auslösen – letztere deshalb, weil Blitze Pollenkörner zerstäuben und die feinen Partikel tief in die Atemwege eindringen können. Im Sommer sollte man die heißesten Stunden des Tages – meist am frühen Nachmittag – für intensive Aktivitäten im Freien meiden.4
Bewegung – mit der richtigen Vorbereitung
Sport als Trigger? Ja, aber das bedeutet nicht, dass man darauf verzichten muss. Körperliche Aktivität ist für Menschen mit Asthma genauso wichtig wie für alle anderen. Mit der richtigen Vorbereitung ist Sport gut möglich: gut aufwärmen, ausreichend Flüssigkeit trinken und – wenn ärztlich verordnet – ein kurz wirksames Bedarfsmedikament rund 15 Minuten vor dem Training einnehmen.2,4
Starke Emotionen und Stress
Intensive Gefühle – ob Freude, Trauer, Aufregung oder Angst – verändern das Atemmuster und können Symptome auslösen. Atemübungen und Entspannungstechniken helfen, in solchen Momenten ruhig zu bleiben und bestenfalls einem Anfall vorzubeugen.4
Die eigenen Trigger (er)kennen
Nicht jeder reagiert auf dieselben Auslöser – und manche kommen erst im Laufe des Lebens dazu. Ein Symptomtagebuch, in dem regelmäßig notiert wird, wann und wo Beschwerden auftreten, ist eine wertvolle Unterstützung, um die eigenen Trigger zu identifizieren.1,2
Das Ziel ist nicht, jeden Auslöser vollständig zu vermeiden. Viel wichtiger ist es, die eigene Situation zu kennen, gut vorbereitet zu sein und im Notfall schnell handeln zu können.3 Hier steht auch unser Asthma-Notfallplan zum Download zur Verfügung https://mehr-luft.at/downloads