Kreuzallergien und allergisches Asthma

21.03.2020

Kreuzallergien und allergisches Asthma Allergien sind Krankheiten, die durch Abwehrreaktionen des Körpers entstehen. Das Immunsystem reagiert auf fremde Stoffe, um den Körper zu schützen. Eine Gemeinsamkeit haben alle Allergien: Der Körper reagiert auf eine Substanz, die eigentlich harmlos ist, so als wäre sie schädlich. Diese Auslöser nennt man Allergene.

 

Kreuzallergien betreffen viele Allergiker

Kreuzallergien auf Nahrungsmittel können auftreten, wenn bereits andere Allergien bestehen, wie etwa eine Pollenallergie. In diesem Fall reagiert das Immunsystem auf bestimmte Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe ähnlich denen der Pollen sind und daher vom Immunsystem verwechselt werden. Die Kreuzallergie ist viel häufiger als eine echte Nahrungsmittel-Allergie. Die häufigste Kreuzallergie ist das Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom. Birkengewächse und Rosengewächse (dazu gehört das Kernobst) sind botanisch verwandt. Ist man auf Birke allergisch, so kann das Immunsystem beispielsweise auch auf Apfel, Birne, Haselnuss oder Walnuss überreagieren. Typisch sind Symptome wie Brennen oder Taubheit der Lippen sowie Schwellungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Auch Schnupfen, Asthmaanfälle, Durchfälle, Hautausschläge, in seltenen Fällen sogar ein anaphylaktischer Schock, sind möglich. Die allergischen Symptome auf Kreuzallergene verlaufen in der Regel schwächer als bei der Hauptallergie. Eine Liste der häufigen Kreuzallergien finden Sie hier.

Allergisches Asthma durch Pollen, Milben und Co.

Das allergische Asthma ist mit etwa 70 Prozent die häufigste Form von Asthma bronchiale. Meist tritt es schon im Kindes- oder Jugendalter auf. Es kann sich aber auch erst im Laufe des Lebens entwickeln. Häufig entwickelt sich aus einem Heuschnupfen, der nicht entsprechend behandelt wurde, nach Jahren ein allergisches Asthma. Allergisches Asthma kann durch folgende Allergene ausgelöst werden: Pflanzenpollen, Tierhaare und Federn, Schimmelpilzsporen, Kot der Hausstaubmilbe, Mehl- und Holzstaub. Kinder, deren Eltern an allergischem Asthma leiden, haben ein deutlich höheres Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. Ebenso erhöht sich das Risiko für Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, oder wenn sie regelmäßig Passivrauch ausgesetzt sind. Patienten mit allergischem Asthma kämpfen häufig mit Atemnot und damit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit. Mit einer entsprechenden Therapie (medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen) kann die Lebensqualität jedoch erheblich verbessert werden. Meiden Sie – soweit wie möglich – die Auslöser Ihrer Allergie!