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14. Juni –Tag der Blutspende 2026: Auch mit Lungenerkrankung

09.06.2026

Wer Blut spendet, rettet möglicherweise ein Leben. Denn bei Unfällen, Operationen oder schweren Erkrankungen sind Transfusionen oft überlebenswichtig, und ohne freiwillige Spenden schlicht nicht möglich. Damit das reibungslos und sicher funktioniert, ist eine Blutspende an strenge medizinische Vorgaben geknüpft.1

Spenden dürfen grundsätzlich gesunde Erwachsene zwischen 18 und 70 Jahren – sofern sie die medizinischen Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt unter anderem ein Körpergewicht von mindestens 50 kg. Wer zum ersten Mal spendet, muss außerdem jünger als 60 Jahre sein.2

Eine Blutspende ist NICHT möglich, wenn:

Erkrankungen oder Infektionen bestehen
Bei leichten Infekten ohne Fieber ist frühestens 7 Tage nach Abklingen der Symptome eine Spende möglich. Bei Fieber über 38 °C oder akuten Infekten erst 4 Wochen nach vollständiger Genesung.2

Antibiotika eingenommen werden
Während der Einnahme und bis 4 Wochen danach ist keine Spende zulässig.2

Eine Schwangerschaft vorliegt
Auch während der Stillzeit ist Blutspenden nicht möglich – und generell erst frühestens 6 Monate nach einer Schwangerschaft.2

Tattoos frisch vorhanden sind
Nach einem neuen Tattoo ist eine Pause von mindestens 4 Monaten einzuhalten.2

Ein Zeckenstich besteht
Nach einem Zeckenstich 8 Wochen warten – nach einer durchgemachten Borreliose sogar 2 Jahre.2

Zähne behandelt werden
Nach einer Mundhygiene oder Füllung 48 Stunden abwarten, nach einer Wurzelbehandlung, Implantaten oder der Einnahme eines Antibiotikums 4 Wochen.2

Asthma oder COPD ist kein genereller Ausschluss

Wer an einer chronischen Atemwegserkrankung leidet, muss nicht automatisch auf eine Spende verzichten. Wer sich gut fühlt und keine stark eingeschränkte Lungenfunktion hat, kann spenden. Auch Asthmasprays als Dauertherapie sind prinzipiell kein Problem – vorausgesetzt, die Lungenfunktion liegt stabil bei über 80 % und es bestehen keine akuten Beschwerden. Bei Bedarfsmedikamenten (Reliever) sollten hingegen mindestens 72 Stunden seit der letzten Einnahme vergangen sein.2

Ob ein bestimmtes Medikament eine Spende erlaubt oder ausschließt, hängt vom Wirkstoff und dem Grund der Einnahme ab.2

Was Allergiker:innen wissen sollten

Allergiker:innen dürfen spenden – aber nur, wenn sie symptomfrei sind. Bei akuten Beschwerden ist der Körper ohnehin geschwächt, und das Blut kann Entzündungsmediatoren wie Histamin enthalten, die für Empfänger:innen ein Risiko darstellen.3 Nach kortisonhaltigen Tabletten gilt eine Wartefrist von vier Wochen nach dem Absetzen.4

So bereitet man sich am besten vor

Grundregel: Nur spenden, wer sich wirklich fit und gesund fühlt. Da der Körper bei einer Spende rund einen halben Liter Flüssigkeit verliert, ist ausreichendes Trinken im Vorfeld besonders wichtig. Eine leichte Mahlzeit vorab ist empfehlenswert – schwere oder fettige Speisen sowie Alkohol (mindestens 24 Stunden vorher) sollten vermieden werden. Um einem Eisenmangel vorzubeugen, lohnt es sich, auf eine eisenreiche Ernährung zu achten – etwa mit Fleisch, Sojaprodukten oder Hülsenfrüchten.5

Mehr Informationen und Blutspende-Termine unter: www.roteskreuz.at